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Im Rahmen meiner Tätigkeit werde ich immer wieder auf komplexe Themenbereiche und Fachbegriffe angesprochen. Ich möchte Ihnen daher in diesem Bereich meiner Homepage wichtige Begriffe näher bringen und auch den einen oder anderen Zusammenhang erklären.

Klicken Sie auf den jeweiligen Reiter um mehr zum gewünschten Wissensgebiet zu erfahren. Kontaktieren Sie mich wenn Sie zusätzliche Fragen haben.

 

Dr. Beate Pottmann-Knapp
Psychotherapeutin

Darum Psychotherapie

Sie fühlen

Angst, Traurigkeit, Einsamkeit, Hass, Wut, Gier, Innere Leere, Hoffnungslosigkeit, Sinnlosigkeit, Sehnsucht, Schuldgefühle ……….

Sie erleben

Beziehungsprobleme, Familienkonflikte, Schulstress, Trennung, Schicksalsschläge, Missbrauch, Mobbing………

Sie leiden unter

Essstörungen, Schulproblemen, Selbstmordgedanken, Psychose, Depression, Panik, Stress, Sucht, Zwang,  Schlafstörungen…………

…………all das muss nicht sein !

 

Im psychotherapeutischen Prozess werden Ihre geistigen Kräfte gestärkt. Sie erkennen wieder die Möglichkeiten wie Sie Ihr Leben sinnvoll gestalten können und fühlen sich bereit Ihren Platz im Leben wieder anzunehmen.

………..und trotzdem “Ja” zum Leben sagen (Viktor E.Frankl)

 

Der psychotherapeutische Prozeß

In einem therapeutischen Prozess entstehen zwischen Therapeuten und Klienten beziehungsähnliche Strukturen, die signifikanten Einfluss auf die Denk- und Handlungsmuster des Klienten nehmen.

Demzufolge ist in der Ausübung unserer Tätigkeit ein besonders verantwortungsvoller Umgang mit den Menschen gefordert, die zu uns in die Praxis kommen.

Die folgenden Regeln sind bindender Bestandteil unserer Arbeit:

  1. Sämtliche Informationen, die wir von unseren Klienten erhalten unterliegen der Schweigepflicht und werden streng vertraulich behandelt.
  2. Die Therapie dauert nur so lange wie nötig, nicht so lange wie möglich. Wir unterstützen die Klienten lediglich so lange bis genügend eigene Ressourcen bestehen um selbst das Leben zu meistern.
  3. Zwischen Klienten und Therapeut wird eine Arbeitsvereinbarung getroffen, die von beiden Seiten einzuhalten ist und die Bedingungen der künftigen Zusammenarbeit definiert.
  4. Coaching und Therapie sind zwei verschiedene Dinge und unterliegen damit auch anderen Gesetzen. Wir klären daher in jedem Fall vorab mit dem Klienten, in welche Richtung sich der Prozess bewegen wird. Eine klare Vereinbarung über Inhalt und Vorgehensweise wird besprochen und bestätigt.
  5. Wir werden nur dann einen Auftrag eines Klienten annehmen, wenn wir die zugrundeliegende Problemstellung entsprechend unserer Ausbildung und Erfahrung behandeln können. Für die Dauer der gemeinsamen Arbeit gilt es in jedem Fall den vereinbarten therapeutischen Rahmen zu wahren und zu bewahren.
  6. Grundprinzip der Arbeitsweise ist zudem die Garantie für den Klienten, dass besprochene Inhalte niemals bewertet werden. Es geht darum, in der Welt des Klienten die besten Lösungen für eine gegebene Thematik zu suchen und ihn/sie bei der Umsetzung zu begleiten.

Wann Selbsterfahrung ?

Wenn Sie von Gefühlen der Leere/Sinnlosigkeit geplagt werden, wenn Sie nicht mehr wirklich wissen, wie Sie dem Leben mit seinen Herausforderungen begegnen können, wenn Ihnen alles über den Kopf wächst, dann kann der logotherapeutische Selbsterfahrungsprozess Ihnen helfen Antworten und Einsichten zu finden, die Sie aus einem “Sackgassendenken” befreien um wieder stark und selbstbewusst und dennoch sensibel und verständnisvoll Ihren Weg zu gehen.
Der Mensch auf der Suche nach sich selbst…. Frankl sagt dazu: “Denn am Sinn seines Lebens oder überhaupt des Lebens zu zweifeln, dieser Sinnzweifel – der letztlich aller Verzweiflung zugrunde liegt, – ist noch lange keine Krankheit.” ( Frankl 2002, Logotherapie und Existenzanalyse, S.119) sondern die Ureigenste und Menschlichste aller Fragen überhaupt!

“Im logotherapeutischen Selbsterfahrungsprozess setzt sich der Klient/die Klientin mit seinen/ihren konkreten Werten und seiner ureigensten Ausrichtung auf den Sinn auseinander….um sich seines/ihres gesamten Spektrums gewahr zu werden, was im Leben für ihn/sie persönlich wichtig ist und was nicht.

Daraus ergeben sich konkrete Sinn- und Wertemöglichkeiten für die jeweilige Lebenssituation und man erlebt das  Bewusstsein des einzigartigen Platzes in der Welt den man nun einmal hat. So wird Verständnis möglich für sich selbst und für andere, Aussöhnung aber auch Abgrenzung. Fragen, die sich jeder Mensch in seinem Leben irgendwann stellt werden verständlich und beantwortbar.  “Was will ich in meinem Leben verwirklichen, und was nicht?  Wofür bin ich verantwortlich ?

Im nächsten Schritt wird dann die tatsächliche Lebenssituation auf die Verwirklichung persönlicher Werte abgestimmt. Dies kann zu wirklichen Veränderungen im realen Leben führen. Aller Voraussicht nach, wird der  Prozess der Neuorientierung, die Ausrichtung auf Sinnhaftigkeit, sanft und verantwortungsbewusst umgesetzt werden.

Die Seele kommt wieder ins Gleichgewicht – der Mensch wird wieder mit Freude seine Aufgaben und Pflichten erfüllen können.” (vgl. Frankl, 2002, Logotherapie und Existenzanalyse, S. 147 – 154)

Lesen und „darüber reden“


… kann für manche Menschen der geeignete Zugang zu ihrer Thematik sein.

Je nach Ihrem Interesse, Wünschen und Persönlichkeit arbeiten wir im beratenden oder therapeutischen Setting an Ihren Themen.

Es gibt immer das passende Buch – das wir gemeinsam für Sie aussuchen, lesen und dann in einem gemeinsamen Prozess so aufarbeiten, wie es für Ihre Anliegen das optimale Ergebnis bringt.

Als Materialien kommen imaginative Literatur (Dichtung und Fiktion), Schicksalsberichte oder konkrete Problemlösebücher (Selbsthilfe-Bücher, psychologische Ratgeber) in Betracht. Der Therapeut wählt dabei die Literatur aus.

Bibliotherapie ist eine Form von Psychotherapie, die dem Lesen eine ganz besondere Bedeutung beimisst. Sie basiert auf der Grundannahme, dass die Literatur eine heilkräftige Wirkung in sich trägt und so bei der Bewältigung schwerwiegender Lebensereignisse und Fragestellungen helfen kann.

Prozess:

Über eine Identifikation oder Distanzierung mit Stoff und Inhalt, Personen und Problemen aus der Literatur können Emotionen freigesetzt und Handlungsmöglichkeiten antizipiert werden. Die Einnahme einer anderen Perspektive regt die Reflexion über die eigene Befindlichkeit an. Insofern könnte ein Rezipient, wenn er einen emotionalen Zugang zum Text findet, beispielsweise Zusammenhänge zwischen seien aktuellen Symptomen und deren Ursachen erkennen.

Ziel:

Das Ziel der Bibliotherapie besteht darin, dass die Wahrscheinlichkeit einer positiven kognitiven und emotionalen Veränderung beim Leser erhöht wird, er Wissen erwirbt, seine Einstellungen modifiziert oder sein Verhalten verändert. Sie soll dem Leser Einsicht in sein Problem vermitteln, Lösungsmöglichkeiten aufzeigen, ihm Vergleiche mit anderen Menschen ermöglichen und Mut zur Veränderung machen.

Interessiert?  Kontaktieren Sie uns:

info@psyberatung.at

… sind oftmals Ausdruck einer massiven seelischen Störung.

Das  lebenswichtige Essen ist zu einem erheblichen psychosomatischen Problem geworden. Es wird in der Regel begleitet von sozialen, physischen und psychischen Konsequenzen für die Betroffenen.

Sie wollen leben, … also müssen Sie essen !

Die „klassischen“ Formen von Essstörungen wie Binge Eating, Magersucht und Bulimie können auch als Mischformen auftreten.

Weitere Informationen zu den angesprochenen Thematiken finden Sie unter “Wissen”.

Die Behandlung von Ess-Störungen und der damit zusammenhängenden seelischen Störungen rückt immer mehr in den Mittelpunkt unserer Tätigkeit. Daher haben wir eine Reihe von Verfahren und Methoden entwickelt, die wirkliche nachhaltige Hilfe gewährleistet. Beachten Sie dazu auch die Links dieser Seite.

Kontaktieren Sie uns für Ihr Beratungsgespräch als ersten Schritt zu Ihrer individuelle Lösung:

info@psyberatung.at

Die Bulimie (lateinisch: bulimia nervosa), auch Ess-Brech-Sucht genannt, gehört neben der Magersucht (lateinisch: anorexia nervosa) zu den Essstörungen, von denen hauptsächlich junge Frauen betroffen sind.

  1. Der Großteil der Betroffenen ist zwischen 14 und 30 Jahren alt. Oftmals tritt die Bulimie als „Folgeerkrankung“ einer Magersucht auf.
  2. An Bulimie Erkrankte sind jedoch meist Normalgewichtig (BMI zwischen 20 und 25). Sie versuchen, ihr Gewicht durch Maßnahmen, wie herbeigeführtes Erbrechen

Hungern, Diäthalten ausgiebigen Sport oder den Missbrauch von Abführmitteln zu kontrollieren.

Regelmäßige Heißhungerattacken lösen meist Essanfälle aus, bei denen die Betroffenen jegliche Kontrolle über sich selbst – und vor allem über die Nahrungsmengen die sie verzehren – verlieren.

Danach  müssen sie sich entweder allein aufgrund der Unmengen von Nahrungsmitteln in ihrem Magen übergeben, oder es packt sie das „schlechte Gewissen“, sie fürchten eine Gewichtszunahme und führen das Erbrechen gewollt herbei.

Solche Essanfälle werden von den Betroffenen als Niederlage erlebt, der Zustand der Erleichterung während des Erbrechens ist nur von kurzer Dauer. Die folgende Frustration über den Kontrollverlust, Schuld- und Schamgefühle führen in der Folge zu einer erneuten Heißhungerattacke; die Betroffenen sind in einem Teufelskreis gefangen.

Häufig geraten die Betroffenen zusätzlich in die soziale Isolation, weil sie ihre Essanfälle geheim halten wollen. Weder die Familie noch die Freunde wissen meist etwas von der Erkrankung. Es kommt oft auch zu finanziellen Schwierigkeiten, denn die Beschaffung großen Mengen von Lebensmitteln ist teuer.

Aus dieser Situation heraus entsteht oftmals Depression …

Spätschäden:

  • Wunde Speicheldrüsen und  Mundwinkel
  • Die Magensäure greift den Zahnschmelz an und verursacht außerdem Schleimhautentzündungen des Magens und der Speiseröhre.
  • Gestörter Elektrolythaushalt durch häufiges Erbrechen, dies kann wiederum zu Herzrhythmusstörungen und/oder Verstopfung führen.
  • Erstickungsgefahr wenn Magensaft in die Luftwege kommt
  • Gefahr einer Lungenentzündung
  • Ausbleiben der  Menstruation und ein noch nicht geborenes Kind kann im Mutterleib bleibende Schäden davon tragen.

Ursachen und Entstehungsszenario:

Die Entstehung der Ess-Brech-Sucht scheint vielschichtig zu sein:

  • Gestörtes Verhältnis zum eigenen Körper: In der Therapie wird versucht, eine positive (weibliche) Identität zu entwickeln, sich in ihrer Rolle als Frau wohl zu fühlen und ihren eigenen Körper so wie er ist zu akzeptieren. Die eigenen Körpersignale, z. B. „hungrig“ und „satt“ werden verleugnet bzw. nicht wahrgenommen.
  • Gestörte Entwicklung der Identität: Die Betroffenen jungen Frauen erleben ihre eigene Persönlichkeit als gespalten. Auf der einen Seite gibt es den perfektionistischen Anspruch „wie ich sein will“ auf der anderen Seite die Angst vor dem Versagen „wie ich bin“.
  • Krankhafte Familienstrukturen: In den Primärfamilien der Betroffenen steht oftmals der Leistungsgedanke im Vordergrund währen gleichzeitig Gefühle stark kontrolliert werden. Konflikte werden häufig nicht offen ausgetragen und den Kindern wird zu wenig Unterstützung bei Problembewältigungen geboten. Häufig bereitet den Betroffenen auch der Abnabelungsversuch große Schwierigkeiten, da sie von ihren Eltern keine gesunde Abgrenzung gelernt haben; d. h. sie erkennen sich nicht als eigenständige Persönlichkeit und fühlen sich zu stark verantwortlich für das Wohlergehen ihrer Eltern. Häufig gibt es weitere Suchterkrankungen, wie z. B. Alkoholismus, in der Herkunftsfamilie.
  • Kultureller Einfluss: Die Betroffenen möchten dem in der westlichen Welt herrschenden Schlankheitsideal um jeden Preis entsprechen. Schlanksein ist in ihren Augen gleichzusetzen mit Schönsein und beides scheint für sie die Grundvoraussetzung für ein glückliches und Erfolg versprechendes Leben.
  • Neurologische Störung: Die „chemischen Grundkonfiguration“ (vor allem die sog. Transmitter Serotonin, Dopamin und Noradrelin) der Betroffenen ist aus der Balance geraten. Dies kann entweder durch unangenehme Erlebnisse und/oder durch eine längerfristige falsche Ernährung, z. B. eine unausgewogene Diät, entstanden sein.

Da die Bulimie eine Suchtkrankheit ist, ähnlich einer Alkohol- oder Drogenerkrankung, ist sie oftmals schwierig in den Griff zu bekommen. Grundvoraussetzung für eine Genesung ist vor allem die Krankheitseinsicht und die Bereitschaft, Hilfe – z. B. in Form einer Therapie, einer Selbsthilfegruppe oder eines Klinikaufenthaltes – anzunehmen.

Aber vor allem der Austausch mit anderen Betroffenen ist eine unschätzbare Hilfe auf dem Weg zurück ins Leben.

Quelle, weiterführende Informationen, Bücher zum Thema

www.lebenshungrig.de

Richten sie Ihre Anfrage unverbindlich an uns:

info@psyberatung.at

Die Anorexie (lateinisch: Anorexia Nervosa), oftmals auch Magersucht genannt, gehört neben der Bulimie (lateinisch Bulimia Nervosa) zu den Essstörungen, von denen hauptsächlich junge Frauen betroffen sind. Der Großteil der Betroffenen ist zwischen 12 und 28 Jahren alt. Oftmals tritt die Bulimie als „Folgeerkrankung“ einer Magersucht auf. Aufgrund der anzunehmenden hohen Dunkelziffer ist es nahezu unmöglich zu sagen, wie hoch der Anteil der Erkrankungen in der Gesamtbevölkerung ist; hier gibt es stark divergierende Zahlen. Im Gegensatz zu Bulimikerinnen sind Anorektikerinnen (im fortgeschrittenen Stadium) jedoch i. d. R. stark untergewichtig (BMI unter 19) und ggf. daran zu erkennen. Anorexia Nervosa bedeutet übersetzt Appetitverlust. Jedoch ist diese Übersetzung irreführend, da Magersüchtige ihren Appetit nicht wirklich verlieren. Die Betroffenen leiden meist unter einer gestörten Selbstwahrnehmung, empfinden sich immer als zu dick.

Sie versuchen, ihr Gewicht durch Hungern, Diäthalten, Missbrauch von Appetitzüglern und/oder ausgiebigen Sport zu kontrollieren. Da Anorektikerinnen sich meist vollständig zurückziehen und hauptsächlich mit Kalorienzählen beschäftigt sind, bleibt die Erkrankung bei Verwandten und Freunden oftmals lange unbemerkt. Magersüchtige kaschieren ihre abgemagerte Figur häufig durch weite Kleidung und meiden i. d. R. sämtliche Situationen (Sauna, Schwimmbad) bei denen Entkleidung notwendig ist. Anorektikerninnen gestehen sich ihre Krankheit häufig nicht ein, sie sehen im Hungern den Sieg über den eigenen Körper und/oder über das Erwachsenwerden und/oder über ihre Rolle als Frau.

Die seelischen Folgen der Magersucht sind z. B. der ständige zwanghafte Vergleich mit anderen Menschen, Selbsthass, Geiz, zwanghaftes Waschen und/oder Putzen, depressive Verstimmungen und selbstverletzendes Verhalten.

Natürlich führt die Anorexie langfristig auch zu einer Reihe schwerwiegender körperlicher Schäden. So wird z. B. der Stoffwechsel verlangsamt und es treten erhebliche Mangelerscheinungen auf. Es können Hautschäden und Haarschäden entstehen und die Knochen können entkalken (Osteoporose: Verringerung der Knochendichte). Die Organe werden nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt und es können Schwächeanfälle auftreten. Pupertätsentwicklungen können stark verzögert werden oder sogar ausbleiben. Im Extremfall kann das Versagen lebenswichtiger Organe zum Tode führen.

Die Entstehung der Magersucht scheint vielschichtig zu sein und ist sicher noch nicht endgültig geklärt. Nach bisherigen Erkenntnissen ist jedoch davon auszugehen, dass folgende Faktoren eine Rolle spielen:

  • Gestörtes Verhältnis zum eigenen Körper
    Es fällt den Betroffenen schwer, eine positive (weibliche) Identität zu entwickeln, sich in ihrer Rolle als Frau wohl zu fühlen und ihren eigenen Körper so wie er ist zu akzeptieren. Die eigenen Körpersignale, z. B. „hungrig“ und „satt“ werden verleugnet bzw. nicht wahrgenommen.
  • Gestörte Entwicklung der Identität
    Die Betroffenen erleben ihre eigene Persönlichkeit als gespalten. Auf der einen Seite gibt es den perfektionistischen Anspruch „wie ich sein will“ auf der anderen Seite die Angst vor dem Versagen „wie ich bin“.
  • Krankhafte Familienstrukturen
    In den Herkunftsfamilien der Betroffenen steht oftmals der Leistungsgedanke im Vordergrund währen gleichzeitig Gefühle stark kontrolliert werden. Konflikte werden häufig nicht offen ausgetragen und den Kindern wird zu wenig Unterstützung bei Problembewältigungen geboten. Häufig bereitet den Betroffenen auch der Abnabelungsversuch große Schwierigkeiten, da sie von ihren Eltern keine gesunde Abgrenzung gelernt haben; d. h. sie erkennen sich nicht als eigenständige Persönlichkeit und fühlen sich zu stark verantwortlich für das Wohlergehen ihrer Eltern. Häufig gibt es weitere Suchterkrankungen, wie z. B. Alkoholismus, in der Herkunftsfamilie.
  • Kultureller Einfluss
    Die Betroffenen möchten dem in der westlichen Welt herrschenden Schlankheitsideal um jeden Preis entsprechen. Schlanksein ist in ihren Augen gleichzusetzen mit Schönsein und beides scheint für sie die Grundvoraussetzung für ein glückliches und Erfolg versprechendes Leben.
  • Neurologische Störung
    Die „chemischen Grundkonfiguration“ (vor allem die sog. Transmitter Serotonin, Dopamin und Noradrelin) der Betroffenen ist aus der Balance geraten. Dies kann entweder durch unangenehme Erlebnisse und/oder durch eine längerfristige falsche Ernährung, z. B. eine unausgewogene Diät, entstanden sein.

Da die Anoerexie eine Suchtkrankheit ist, ähnlich einer Alkohol- oder Drogenerkrankung, ist sie oftmals schwierig in den Griff zu bekommen. Grundvoraussetzung für eine Genesung ist vor allem die Anerkennung seines zwanghaften Verhaltens als Krankheit und die Bereitschaft, Hilfe – z. B. in Form einer Therapie, einer Selbsthilfegruppe oder eines Klinikaufenthaltes – anzunehmen. Regelmäßiges Schlafen, eine ausgewogene Ernährung, „langsame“ Sportarten, ruhige Musik und Schreiben wirken i. d. R. unterstützend. Aber vor allem der Austausch mit anderen Betroffenen ist eine unschätzbare Hilfe auf dem Weg zurück ins Leben.

Quelle, weiterführende Informationen, Bücher zum Thema

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Der Begriff Binge Eating Disorder (BES: Disorder = Störung) wurde erstmals 1959 in den USA von Stunkard erwähnt und ist die wohl am häufigsten auftretende Essstörung. Aufgrund der anzunehmenden hohen Dunkelziffer ist es nahezu unmöglich zu sagen, wie hoch der Anteil der Erkrankten an der Gesamtbevölkerung ist; hier gibt es stark divergierende Zahlen. Im Gegensatz zu Bulimiekranken leiden die Betroffenen jedoch häufig an Übergewicht (BMI über 25) und sind ggf. daran zu erkennen. „To binge“ kommt aus dem Amerikanischen und wird dort im Zusammenhang mit exzessivem Trinken gebraucht. „Binge Eating“ könnte man also mit „sich mit Essen besaufen“ übersetzen. Anders als bei der Bulimie und der Anorexie sind von der Binge Eating Disorder häufig auch Männer betroffen und zwar ca. 35% der Erkrankten.

Menschen, die unter einer Binge Eating Disorder leiden, werden regelmäßig von Heißhungerattacken heimgesucht. Diese können einmal in 10 Tagen aber auch mehrmals täglich auftreten. Die Heißhungerattacken lösen meist Essanfälle aus, bei denen die Betroffenen jegliche Kontrolle über sich verlieren und ihr Sättigungsgefühl völlig unterdrücken. Häufig nehmen die Erkrankten innerhalb kürzester Zeit über 5.000 Kalorien zu sich. Diese Essanfälle werden von den Betroffenen als permanente Niederlage erlebt. Das Essverhalten eines typisch Übergewichtigen unterscheidet sich von einem BES-Patienten, denn ein typisch Übergewichtiger überisst sich ständig. Die Frustration über den Kontrollverlust, Schuld- und Schamgefühle führen häufig zu einer erneuten Heißhungerattacke. Die Erkrankten befinden sich in einem Teufelskreis.

Die Entstehung der BES scheint vielschichtig zu sein und ist sicher noch nicht endgültig geklärt. Nach bisherigen Erkenntnissen ist jedoch davon auszugehen, dass folgende Faktoren eine Rolle spielen:

  • Gestörtes Verhältnis zum eigenen Körper:
    Es fällt den Betroffenen schwer, eine positive (weibliche) Identität zu entwickeln, sich in ihrer Rolle als Frau wohl zu fühlen und ihren eigenen Körper so wie er ist zu akzeptieren. Die eigenen Körpersignale, z. B. „hungrig“ und „satt“ werden verleugnet bzw. nicht wahrgenommen.
  • Gestörte Entwicklung der Identität:
    Die Betroffenen erleben ihre eigene Persönlichkeit als gespalten. Auf der einen Seite gibt es den perfektionistischen Anspruch „wie ich sein will“ auf der anderen Seite die Angst vor dem Versagen „wie ich bin“.
  • Krankhafte Familienstrukturen:
    In den Herkunftsfamilien der Betroffenen steht oftmals der Leistungsgedanke im Vordergrund währen gleichzeitig Gefühle stark kontrolliert werden. Konflikte werden häufig nicht offen ausgetragen und den Kindern wird zu wenig Unterstützung bei Problembewältigungen geboten. Häufig bereitet den Betroffenen auch der Abnabelungsversuch große Schwierigkeiten, da sie von ihren Eltern keine gesunde Abgrenzung gelernt haben; d. h. sie erkennen sich nicht als eigenständige Persönlichkeit und fühlen sich zu stark verantwortlich für das Wohlergehen ihrer Eltern. Häufig gibt es weitere Suchterkrankungen, wie z. B. Alkoholismus, in der Herkunftsfamilie.
  • Kultureller Einfluss:
    Die Betroffenen möchten dem in der westlichen Welt herrschenden Schlankheitsideal um jeden Preis entsprechen. Schlanksein ist in ihren Augen gleichzusetzen mit Schönsein und beides scheint für sie die Grundvoraussetzung für ein glückliches und Erfolg versprechendes Leben.
  • Neurologische Störung:
    Die „chemischen Grundkonfiguration“ (vor allem die sog. Transmitter Serotonin, Dopamin und Noradrelin) der Betroffenen ist aus der Balance geraten. Dies kann entweder durch unangenehme Erlebnisse und/oder durch eine längerfristige falsche Ernährung, z. B. eine unausgewogene Diät, entstanden sein.

Da die Essstörung eine Suchtkrankheit ist, ähnlich einer Alkohol- oder Drogenerkrankung, ist sie oftmals schwierig in den Griff zu bekommen. Grundvoraussetzung für eine Genesung ist vor allem die Anerkennung seines zwanghaften Verhaltens als Krankheit und die Bereitschaft, Hilfe – z. B. in Form einer Therapie, einer Selbsthilfegruppe oder eines Klinikaufenthaltes – anzunehmen. Regelmäßiges Schlafen, eine ausgewogene Ernährung, „langsame“ Sportarten, ruhige Musik und Schreiben wirken i. d. R. unterstützend. Aber vor allem der Austausch mit anderen Betroffenen ist eine unschätzbare Hilfe auf dem Weg zurück ins Leben.

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Der Begriff „Orthorexie“ bzw. „Orthorexia Nervosa“ (griech.: ortho bedeutet richtig und orexis Appetit) geht auf den amerikanischen Mediziner Dr. Steve Bratman zurück; er prägte ihn erstmals im Jahre 1997.

Im Bestreben, sich von einer bestimmten Essstörung zu kurieren, oder einfach nur aus einem extremen Verlangen nach einer gesunden Ernährung entwickeln die von Orthorexie Betroffenen ihre eigenen spezifischen Essgewohnheiten.

Im Gegensatz zur “klassischen” Bulimie oder Magersucht steht hier also nicht die Quantität der Nahrungsmittel im Vordergrund, sondern deren Qualität.

So neigen Orthorektikerinnen z. B. dazu, beim Ausgehen eine „Überlebensration“ ihrer eigenen Lebensmittel mitzunehmen, da sie sich aus Furch vor Fett, Chemikalien oder anderen speziellen Nahrungsmittelphobien nicht in der Lage sehen, „gewöhnliche“ Lebensmittel zu essen.

Orthorektikerinnen planen ihre Nahrungsaufnahme oft schon über Tage im Voraus nach ihren selbst auferlegten Ernährungsvorschriften und ihre Einteilung in „gesund“ und „ungesund“ wird mit der Zeit immer strenger.

Selbst bei einer bereits streng veganen Kost lassen die Betroffenen dann noch immer mehr Lebensmittel weg, die z. B. potentiell krebs- oder allergieauslösend sind. Dadurch kommt es zwangsläufig zu Mangelerscheinungen und Untergewicht, eine durchaus lebensbedrohliche Kombination.

Im Gegensatz zu den anderen drei Essstörungsarten ist die Orthorexia Nervosa noch nicht in die internationale oder deutsche Krankheitsklassifikation aufgenommen worden. Denn es herrscht Uneinigkeit darüber, ob es sich bei der Orthorexia um ein eigenes neues Krankheitsbild, oder lediglich um die Verbindung einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung und Magersucht handelt.

Unabhängig davon gleichen jedoch die Ursachen und somit auch die Behandlungsmöglichkeiten denen der Bulimie, Anorexie und BES.

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